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Aktuelles

IFAK-Arbeitsklima-Barometer

Frankfurt, Juli 2007 - IFAK Institut 2007 (Institut für Markt- und Sozialforschung)

Schwache Arbeitnehmerbindung kostet deutsche Firmen Milliarden - Vorgesetzte prägen das Betriebsklima

Die im Juni 2007 erschienene Studie des Instituts für Markt- und Sozialforschung stellt dar, dass eine geringe Bindung der Beschäftigten an ihr Unternehmen Innovationsprozesse, Wirtschaftswachstum und betriebliche Zukunftschancen hemmt. Schuld daran ist ein nicht mitarbeitergerechtes Arbeits-umfeld, das häufig auf Defizite in der Personalführung zurückzuführen ist.

Die repräsentative Umfrage (1978 Mitarbeiter) ergab, dass nur 16% (= 4,75 Mio.) der Mitarbeiter eine hohe, 21% (= 6,97 Mio.) eine mäßige und 63% (= 19,95 Mio.) keine Bindung an ihr Unternehmen haben. Die Auswirkungen mäßig und nicht verbundener Mitarbeiter sind:

  • geringe Eigeninitiative
  • Dienst nach Vorschrift
  • erhöhte Fehlzeiten
  • keine Kundenorientierung
  • nicht vorhandenes Empfehlungsmarketing für das eigene Unternehmen und dessen Produkte
  • defizitäre Informationsaufnahme und -weitergabe.


  • IFAK-Senior Consultant Marco Nink: "Entscheidend für die Verbundenheit der Beschäftigten mit ihrem Arbeitgeber ist die Gestaltung des Arbeitsumfelds durch Vorgesetzte". Wer keine Bindung habe, dem fehlt laut Studie zum Beispiel häufig die Klarheit über die eigenen Rechte und Pflichten. Nur jeder bzw. jede Zweite hat eine klare Vorstellung von den eigenen Aufgaben.

    Wussten Sie:

    Führungskräfte loben und anerkennen nur 3% der erbrachten Mitarbeiterleistungen. Allerdings wird es umgekehrt wohl nicht mehr sein!

    Eine europaweite Untersuchung der EU für Arbeitsmarktforschung ergab 2006: Nur 28% der deutschen Arbeitnehmer fühlen sich bei und durch ihre Arbeit anerkannt. In Italien waren es immerhin 66% und in den Niederlanden gar 80%!

    100% der Führungskräfte glauben, dass Lob und Anerkennung nur für 54% der Mitarbeiter ein Erfolgserlebnis darstellt.
    82% aller Führungskräfte empfinden Lob und Anerkennung für ihre Arbeit als Erfolgserlebnis.

    Von diesen 82 % sagen zu Lob und Anerkennung:
    45% ..... gute Leistungen sind selbstverständlich
    15% ..... gute Leistungen müssen zurückhalten beurteilt werden
    40% ..... habe keine Zeit bzw. vergessen es

    TIPP: Sehen Sie Kontrolle zu allererst als Chance zum Loben!

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